| Pressemitteilung des BDWS Nr. 11 - 2003 |
| Thursday, 14 August 2003 | |
Streik beendet - neue Tarifverträge für die 20.000 Beschäftigten im Sicherheitsgewerbe NRW unterzeichnetEine der längsten und schwierigsten Tarifauseinandersetzungen in der Branche ging mit der Unterzeichnung eines neuen Tarifvertrages für die 20.000 Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Wach- und Sicherheitsgewerbe zu Ende. Der Vorsitzende der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS), Fritz Kötter, und der Verhandlungsführer der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Landesbezirk NRW, Ralf Hübsch, unterzeichneten die Tarifverträge. Fritz Kötter bedauerte, dass in der heißen Phase des Arbeitskampfes teilweise Äußerungen von ver.di gefallen seien, die trotz aller natürlichen Interessengegensätze zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen nicht akzeptabel seien und juristische Mittel dagegen noch geprüft würden. "Wir werden dennoch auch zukünftig im Interesse der Wach- und Sicherheitsunternehmen sowie der Beschäftigten in Tarif- und Branchenfragen mit ver.di und seinen Vertretern zusammenarbeiten," so Kötter. Kötter wies auch darauf hin, dass es Aufgabe der Geschäftsführung seines Unternehmens sei, auch während zulässige Streikaktionen dringend erforderliche Wachdienste aufrechtzuerhalten. "Jede Maßnahme, die wir während der Streikaktivitäten von ver.di ergriffen haben, hatte das Ziel, Schaden von unseren Kunden und damit auch von unserem Unternehmen und seinen Beschäftigten abzuwehren. Diese vertraglichen Verpflichtungen müssen auch von ver.di akzeptiert werden", so Fritz Kötter. Durch den abgeschlossenen Tarifvertrag erhalten die 20.000 Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Wach- und Sicherheitsgewerbe ab 1. September mehr Lohn und Gehalt. Für die 18.000 Beschäftigten in Sicherheitsdienstleistungen steigen die Löhne und Gehälter um 2 %. Auf Grund der besonders schwierigen wirtschaftlichen Lage erhalten die 2.000 Beschäftigten in der Geld- und Wertdienste eine Erhöhung ab 1. September um 1,4 %. Am 1. Juli 2004 steigen die Löhne für die beiden genannten Gruppen jeweils nochmals um den gleichen Prozentsatz. Erstmals tarifiert werden die Vergütungen für die Auszubildenden im neuen Ausbildungsberuf "Fachkraft für Schutz und Sicherheit". Dieser Ausbildungsberuf kann seit August 2002 erstmals im Sicherheitsgewerbe erlernt werden. Fritz Kötter forderte abschließend seine Unternehmerkollegen auf, durch die Einstellung von zusätzlichen Auszubildenden einen wirksamen Beitrag zum Mangel an Lehrstellen zu leisten. freigegeben ab sofort Ansprechpartner: Dr. Harald Olschok |
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Pressemitteilung des BDWS Nr. 11 – 2003