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Pressemitteilung des BDWS 10 / 06 WM 2006 im Zeichen der Sicherheit
Rund 20.000 Mitarbeiter im Einsatz Die sicherheitspolitischen organisatorischen Herausforderungen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 können nur durch eine enge kooperative Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Sicherheitskräften erfolgreich gemeistert werden. Darauf wies heute der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS), Wolfgang Waschulewski, bei einer Pressekonferenz in Hamburg hin.
Bis zu 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des privaten Sicherheitsgewerbes werden zum Einsatz kommen. Allein rund um die Mannschaftsquartiere, Trainingsplätze, Hotels und Stadien werden 16.000 Mitarbeiter der privaten Sicherheitsdienste für Ruhe und Ordnung sorgen. Zudem schützen 3.000 Personen die Unterkünfte der 32 Mannschaften, deren jeweiligen Trainingsgelände sowie die Unterkünfte der FIFA-Offiziellen. Police Private Partnership in Hamburg Der Vorsitzende der Landesgruppe Hamburg im BDWS, Peter Schmidt, wies darauf hin, dass sich die Zusammenarbeit mit der Hamburger Polizei äußerst konstruktiv gestalte. Man könne geradezu von einem Musterbeispiel einer „Police Private Partnership“ sprechen. Bei dieser Gelegenheit sei auch deutlich geworden, wie wichtig der bereits am 11. November 2002 vom damaligen Polizeipräsidenten und heutigen Innensenator, Udo Nagel, und dem BDWS unterzeichneten Kooperationsvertrag sei. Diese Zusammenarbeit, die im Interesse der öffentlichen Sicherheit und Ordnung aller, zur weiteren Kriminalitätsvorbeugung und zur Förderung des Wirtschaftsstandortes Hamburg begründet wurde, ergänze die polizeiliche Arbeit.
Aktuelle wirtschaftliche Situation Insgesamt sind im privaten Sicherheitsgewerbe rd. 180.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 65.000 als sozialversicherungsfreie Aushilfskräfte. Laut BDWS-Präsident Waschulewski betrug der Umsatz der ca. 3.000 Unternehmen im vergangenen Jahr nach ersten Schätzungen 4,03 Mrd. EURO. Im Vorjahr, dem Jahr 2004, sei es erstmals zu einem Umsatzrückgang beim Wach- und Sicherheitsgewerbe von rd. 3 % gekommen. Als Ursache für diese negative Entwicklung wies Waschulewski auf den Preisverfall und die schwierige wirtschaftliche Situation in Deutschland hin. „Obwohl dies kaum darstellbar ist, würden Unternehmen in der schwierigen wirtschaftlichen Situation häufig auf Sicherheit gänzlich verzichten“, so Waschulewski. Außerdem sei die bei der HEROS-Insolvenz mehr als deutlich gewordene „Geiz ist geil“-Mentalität nicht nur für den Geld- und Wertdienste-Bereich, sondern auch für die Sicherheit ein ernst zu nehmendes Thema.
In der Region Hamburg sind rd. 6.300 Beschäftigte im Sicherheitsgewerbe tätig, davon fast 5.000 in einem sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnis. Das Sicherheitsgewerbe profitiere, so Peter Schmidt, wenn auch in einem sehr bescheidenen Maße, von der erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung in Hamburg. So hätten auch die Vorgaben der Europäischen Union für die sog. „maritime Sicherheit“ zu einem Zuwachs von Beschäftigten und Umsatz geführt. Studiengang Sicherheitsmanagement in Hamburg Der BDWS begrüßt die geplante Errichtung einer Hamburger Hochschule für Polizei mit einem neuen Studiengang „Sicherheitsmanagement“. Vor dem Hintergrund einer immer stärkeren Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Polizei und privatem Sicherheitsgewerbe sei diese Hochschule in besonderem Maße geeignet, bereits während des Studiums das Kennenlernen zwischen der Polizei und den künftigen Führungskräften des Wach- und Sicherheitsgewerbes zu fördern.
Waschulewski wies abschließend darauf hin, dass das Sicherheitsgewerbe in den vergangenen Jahren enorme Anstrengungen zur Verbesserung der Qualität geleistet habe. Damit dieser Weg auch in Zukunft eingeschlagen werde, sei jedoch eine entsprechende Unterstützung durch die Kunden dringend notwendig. Diese, so Waschulewski abschließend, entschieden letztlich darüber, ob die Qualitätsbemühungen der Branche, wie auch das Beispiel des Studiums in Hamburg zeige, erfolgreich fortgesetzt werde.
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